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Malariaprophylaxe in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft zeigt eine Erstinfektion mit Malaria meistens einen schwereren Verlauf als normal und verursacht eine erhebliche Gefährdung von Mutter und Fetus. Deshalb wird in dieser Zeit von Reisen in Malariagebiete grundsätzlich abgeraten.

 Angaben zu Malaria-Risikogebieten finden Sie bei den Länderinfos.

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Chemoprohoylaxe während der Schwangerschaft

Für die Chemoprophylaxe sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand die folgenden Mittel während der gesamten Schwangerschaft unbedenklich:

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Hinweis zur Chemoprophylaxe in der Schwangerschaft

In jedem Falll sollte vor der Einnahme der Chemoprophylaxe der behandelnde Gynäkologe hinzugezogen werden.

Resistenzzonen

Eine alleinige Prophylaxe mit Chloroquin schützt die Schwangere nur in der Resistenzzone A ausreichend.

In den Resistenzzonen B und C (Hochresistenzgebieten) ist eine alleinige Prophylaxe mit Chloroquin hingegen meist nicht ausreichend. In Hochresistenzgebieten ist grundsätzlich die Prophylaxe mit Mefloquin oder Chloroquin und Proguanil notwendig (Wo gibt es Malaria?).

Mefloquin wird momentan nach kritischer Nutzen-Risikoabwägung ab dem 2. Trimenon verwendet, da nur im ersten Trimenon vermehrte Spontanaborte beschrieben wurden.

Für die Kombination Chloroquin und Proguanil liegen noch sehr wenige Erfahrungen zur Einnahme in der Schwangerschaft vor.

Eine Prophylaxe mit Doxyzyklin, die beim Vorkommen von mefloquin-resistenten Plasmodium falciparum-Stämmen, z.B. in den Grenzregionen Thailands zu Laos, Kambodscha und Burma indiziert ist, ist in der Schwangerschaft nicht möglich.

Ebenso wie Schwangere, müssen stillende Mütter für eine Prophylaxe sorgen, und zwar für sich selbst und für ihr Kind. Die von der Mutter eingenommenen Medikamente werden über die Muttermilch beim Säugling nicht wirksam! Der Säugling muss also eigene Medikamente bekommen! >> Malariaprophylaxe für Kinder

Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern sollten sich, wie jeder andere Reisende, nicht nur auf die medikamentöse Prophylaxe verlassen, sondern immer für einen ausreichenden Schutz vor Mückenstichen sorgen. Die Expositionsprophylaxe (passive Vorsorge) ist stets sehr ernst zu nehmen und muss immer Priorität vor einer medikamentösen Prophylaxe haben. Auch kann eine vorbeugende Medikamentengabe die passiven Schutzmaßnahmen auf gar keinen Fall ersetzen.

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Autor

16.02.2017, Dr. med. Andrea Gontard (AG), Fachärztin für Allgemeinmedizin

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